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Salza

Die Salza zählt zu den schönsten Wildflüssen der Alpen. Das Wasser besitzt Trinkwasserqualität und ist je nach Flusstiefe glasklar oder türkis-grün. Da die Salza in erster Linie Karstquellen entspringt, liegt die Wassertemperatur das ganze Jahr hindurch bei etwa 8°. Zum Bier kühlen ideal, zum Paddeln ok und zum Schwimmen suboptimal.

Von den ca. 80 Flusskilometern werden normalerweise etwa 45km befahren. Der oberste Abschnitt, der von mir befahren wurde, ist der sogenannte

Klausgraben.

Wildwassertechnisch einfach (WW I-II), aber landschaftlich hervorragend schön. Leider liegen von diesem Abschnitt keine Fotos vor. Das folgende Foto zeigt einen der menschlichen Unterkieferknochen, die wir im Sommer 2006 gefunden haben.

Gebiss

Zuerst haben Lena und Josef Knochen gefunden, die auch von einem Tier hätten sein können. Dann aber kamen uns langsam Zweifel, als Josef -Veterinärmediziner im Ruhestand- Teile eines Schulterblatts und eines Schädels keinem Tier mehr zuordnen konnte. Dem mussten wir genauer nachgehen und so entschlossen wir uns einige Teile mitzunehmen, um einen Humanmediziner zu befragen. Also luden wir ein paar Teile bei mir hinten ins Boot und paddelten durch den Klausgraben.

Der abends zu Rate gezogene Humanmediziner war der Meinung bei dem Tier müsse es sich um ein Exemplar der Spezies Homo sapiens sapiens handeln, und informierte im Laufe des Abends noch die Polizei.

Und so kam es am nächsten morgen zum Ortstermin mit sämtlichen Polizeieinheiten des Salzatals .

Ortstermin

Dabei entdeckten wir dann, dass die Knochen von einem kleinen Seitenbach in die Salza gespült wurden. Etwas weiter oben an diesem Bach fanden wir dann riesige Mengen an Knochen. Wir gingen dann paddeln und überliessen den Rest den "Kapperln". Die Ermittlungen ergaben, dass hier Erdreich von einem alten Friedhof abgeladen wurde. Nach all der Aufregung war das fast ein bisschen enttäuschend...

Genauso unvergessen ist die Aktion mit Wolfgangs Schneestart im April 2005. Besessen von der Idee haben wir bei jeder Tour die Ufer nach geeigneten Rutschen abgesucht. Und im Klausgraben wurden wir endlich fündig. Glücklicherweise haben wir diese Heldentat für die Nachwelt auf Video festgehalten...

Brunni-Wildalpen

Die Strecke von Brunni bis Wildalpen ist ideal für die ersten Paddelschläge. Oder sagen wir mal die zweiten Paddelschläge. Die Schwierigkeiten steigern sich langsam von WW I über WW I-II bis auf WW II-III.

Im Sommer 2004 hat Lena hier ihre ersten Wildwassererfahrungen im Necky gesammelt. Ohne Schwimmer. Leider auch ohne Fotos. Wer am Ende der Strecke noch nicht genug hat, kann noch die Campingplatzwalze auf dem nächsten Abschnitt mitnehmen.

Wildalpen-Fachwerk

Ab Wildalpen zeigt die Salza ihren typischen Charakter. Ein ständiger Wechsel von schönen Schwällen und türkis-grünen Gumpen. Je nach Wasserstand kann dieser Abschnitt schon recht wuchtig werden und Schwimmeinlagen fordern Schwimmer und Retter gleichermassen. Das müsste allerdings noch durch einen Schwimmer bestätigt werden.

Ein Highlight dieser Strecke ist ganz klar die Campingplatzwalze. Hier kann man sich unter der permanenten Beobachtung der Camper und Paddler nach Herzenslust durchwaschen lassen und die Heldentaten für die 'Daheimgebliebenen' auf Video festhalten.

So, wie im August 2005.

Fachwerk- Kaisergemse

Der Abschnitt macht richtig Spass. Bei gutem Wasserstand gibt es viele Spielstellen und man kann sich hier fast einen ganzen Tag lang vergnügen. So laden diverse Felsen zu Lustsprüngen in den Bach ein...

Vorsprung

Man muss nur jemanden finden, der im richtigen Moment auf den Auslöser drückt...

zuspaet

Zwischendurch wird wieder gepaddelt...

Lawinenschwall

... oder gesprungen...

Vom Rest der Strecke und der Palfauer Schlucht gibt es bis jetzt kaum Film- oder Bildmaterial. Aber das wird sich ändern. Denn auf der Salza ist gute Laune immer vorprogrammiert und deswegen fährt man immer gerne wieder hin.

HeldendesAlltags

Bis dann!

In diesem Moment betritt jemand mit Flugangst ein Flugzeug.